eichhoernchen-eck

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Wissenswertes
Wissenswertes

Eichhörnchen-Baby gefunden - was nun?

E-Mail Drucken PDF

Hierauf gibt es keine pauschale Antwort, jeder Fall muss separat beurteilt und entschieden werden. Auf jeden Fall sind Eichhörnchen-Babies immer bei der Mutter am besten aufgehoben. Der Mensch soll nur im Notfall eingreifen. Durchschnittlich müssen wir jährlich 140 - 150 solcher absolut hilfsbedürftigen "Notfellchen" in unserer Schutzstation aufnehmen.

Grundsätzlich gilt:

Ein verletztes, kaltes oder apathisches / schlappes Tier sollte sofort aufgenommen werden. Eichhörnchen-Mütter nehmen ihre Jungen nur dann zurück, wenn sie warm und unverletzt sind.

Läuft Ihnen ein Jungtier hinterher oder versucht gar, an Ihnen hochzuklettern, nehmen Sie dieses bitte umgehend in Obhut. Dieses zutrauliche Verhalten zeugt von absoluter Hilfsbedürftigkeit. Oftmals sind solche Tiere schon sehr lange ohne mütterliche Versorgung.

Finden Sie ein Tier spätabends oder nachts, nehmen Sie es bitte auf. Eichhörnchen sind ausschließlich tagaktiv und die Mutter wird ihr Nest erst wieder am frühen Morgen verlassen.

Suchen Sie in jedem Fall die nähere Umgebung nach weiteren Jungtieren ab!

Weiterlesen...
 

Grauhörnchen

E-Mail Drucken PDF

Grauhörnchen kommen ursprünglich aus Amerika und wurden in Europa eingeschleppt.

Gibt man diese in die freie Wildbahn, spricht man von Faunenverfälschung.

In Deutschland gibt es bisher keine freilebenden Grauhörnchen (Stand 11/2016), aber bereits in Italien und der Schweiz, in England und Schottland. In GB wurde durch die Grauhörnchen bereits der nahezu komplette Bestand an Europäischen Hörnchen vernichtet, mittlerweile gibt es dort Wiederansiedelungs-Projekte und die Grauhörnchen dürfen sogar „gekeult“ werden, sobald sie einen gewissen, ihnen zugestandenen Lebensraum überschreiten.

Als natürliche Grenze gegen die einst befürchtete Grauhörnchen-Invasion bei uns dienen einerseits die Nordsee (England) und andererseits die Alpen (Italien).

Deutschland hat als Gegenmaßnahme mittlerweile auch ein Zucht- und Importverbot für Grauhörnchen erlassen. Vermutlich existieren noch "alte" Bestände an Grauhörnchen bei deutschen Züchtern, die aber -wie alle Zuchthörnchen- nicht ausgewildert werden dürfen.

 

Folgende Gefahren gehen vom Grauhörnchen aus:

-          sie tragen den Virus der Eichhörnchenpocken, an denen sie selber nicht erkranken, an denen die Europäischen Hörnchen aber sterben (Parapoxvirus)

-          sie bekommen mehr Nachwuchs

-          sie sind robuster

-          sie haben weniger Fressfeinde

-          sie sind nicht so anspruchsvoll hinsichtlich der Nahrungswahl

-          sie nagen die Rinden der Bäume ab und zerstören somit den ursprünglichen Lebensraum der Eichhörnchen

 

Die angeblich in Deutschland gesichteten Grauhörnchen sind wohl Europäische Eichhörnchen im typisch silbergrauen, plüschigen Winterfell. Grauhörnchen haben aber z.B. keine Pinsel und sind im allgemeinen deutlich größer!

 

 

 

Wissenswertes zum Europäischen Eichhörnchen

E-Mail Drucken PDF

Hörnchen Alterserwartung max. 8 -10 Jahre, durchschnittl. nur 2 - 6 Jahre

Nicht mal 40 % aller Jungtiere erreichen das 1. Lebensjahr

Natürliche Feinde: Baummarder (nachtaktiv!), Wildkatzen, Greifvögel, Hunde, Katzen

Hauptfeind: der Mensch

über 70 % aller Findelkinder sind durch den Menschen erst in Gefahr geraten

Gründe: Baumfällarbeiten, Straßenverkehr, Gartengifte, ungesicherte Regentonnen etc.

Ursprünglicher Lebensraum: Wald

Voraussetzung: alter Baumbestand, Mischwald

Leider immer weniger natürlicher Lebensraum

Tiere folgen Menschen als Kulturfolger in die Dörfer und Städte (Parks, Friedhöfe)

Man sieht daher heute wieder mehr Hörnchen als früher, der Bestand ist aber rückläufig

Konkrete Zahlen gibt es nicht, da Eichhörnchen keine jagbaren Tiere sind und daher nicht im sogenannten Tierkataster geführt werden.

Weiterlesen...
 

Umgang mit Findelkindern

E-Mail Drucken PDF

NOTRUFNUMMER:   0173 954 9042

 

Findelkinder werden niemals sofort vom Finder gefüttert! Das Tier bekommt zunächst nur Ruhe und Wärme und ggf. nach Rücksprache mit der Auffangstation etwas Flüssigkeit.

Ektoparasiten wie z.B. Flöhe, Zecken und vor allem Fliegeneier sollen sofort abgesammelt werden, aber nur wenn das Tier keinen Stress dabei hat.

Erwachsene Fundtiere nur mit Handschuhen anfassen, am besten jedoch nach der Aufnahme erstmal ganz in Ruhe lassen, da sie sehr leicht in Panik geraten, sich dabei verletzen könnten oder vor lauter Stress sterben.

 

Umgang speziell mit Eichhörnchen-Babies:

Die Babies werden in eine kleine Tierbox gesetzt, die vorher mit Tüchern bestückt wird, damit sich die Tiere verstecken können und es warm haben. Unterkühlte Tiere bekommen zusätzlich eine lauwarme Wärmflasche (Achtung: aufpassen, dass das Tier nicht in den Bezug klettert und auf dem heißen Kunststoff liegt- endet meist mit dem Tod).

Nasse Tiere werden vorsichtig getrocknet.

Babies können aber auch direkt am Körper getragen werden, am besten unter dem Pullover o.ä., damit das Tier seine Körpertemperatur nicht verliert und es einen Herzschlag zur Beruhigung spürt.

Weiterlesen...
 

Was jeder tun kann

E-Mail Drucken PDF

Sichern Sie Ihre Regentonnen und sonstige offene Gewässer. Stellen Sie z.B. einen Stock hinein, an dem das Tier wieder hinaus klettern kann. Eichhörnchen können zwar einigermaßen gut schwimmen, halten aber nicht lange durch und rutschen vom glatten Rand einer Regentonne immer wieder ab und ertrinken jämmerlich.

Verzichten Sie auf den Einsatz von Rattengift, Schneckenkorn und anderen „chemischen Keulen“ im Garten.

Verzichten Sie auf Katzenfangnetze und Schutznetze für Beeren und Bäume – für ein verheddertes Hörnchen gibt es aus dieser Falle kein Entrinnen.

Lassen Sie bei der jährlichen Nuß- und Obsternte den Wildtieren auch etwas übrig Füttern Sie die Eichhörnchen ruhig zu – am besten mit einem speziellen Eichhörnchen-Futterhaus aus unserer Station.

Stellen Sie immer eine Schale Wasser für die kleinen Pelzträger bereit.

Versuchen Sie nicht, Eichhörnchen zu zähmen. Auch wenn Sie oft relativ nahe an den Menschen herankommen – sie sind und bleiben Wildtiere und genießen ihre Freiheit

Sollten Sie die Information bekommen, dass jemand aus Ihrem Umfeld ein wildlebendes Eichhörnchen gefunden und dies später nicht wieder ausgewildert hat, unterrichten Sie bitte umgehend unsere Station und / oder das Veterinäramt. Eichhörnchen genießen besonderen Schutz nach Bundesartenschutzgesetz und dürfen weder gejagt, noch gefangen oder gar getötet werden. Es ist strafbar, ein Findelkind nach dem Aufpäppeln zu behalten. Oft fristen solche Tiere ihr Leben in einem kleinen Vogelkäfig.

Weiterlesen...
 


Seite 1 von 2