Gut besuchter Apfeltag im Umwelt-Info-Zentrum / Bestimmung alter Sorten will gelernt sein / Saftpresse im Dauereinsatz

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Fünf Pfannkuchen. Aus einem Apfel. Was für ein großes Exemplar. Annemarie Claußen war sehr erstaunt, als sie die großen Äpfel in ihrem Garten fand. Da sie aber nicht nur mit dem XXL-Obst kochen wollte, kam sie am Wochenende zum 13. Apfeltag ins Umwelt-Informations-Zentrum (UIZ). Michael Packschies, Leiter der Abteilung Naturschutz und Landschaftsplanung, und Reinhold Dold vom Naturschutzbund Deutschland aus Raisdorf hatten einige Bücher mitgebracht, um verschiedene Äpfel zu bestimmen - obwohl das gar nicht so einfach ist, wie Packschies erklärte: Bücher über verschiedene Apfelsorten gebe es nur wenige. Daher müsse er sich auch auf seine Erfahrung verlassen. "Die Größe ist das geringste Merkmal", so Packschies. "Man kann auch auf die Stielgrube sehen, ob der Stiel gerade oder schräg ist und wie lang er ist." Auch die Form sei ein Erkennungsmerkmal. Ebenso der Geruch. Meistens haben die Besucher alte Sorten mitgebracht. "Neue Sorten sind für freie Obstwiesen nicht so geeignet", so Packschies. Auch auf den Eckernförder Streuobstwiesen wachsen alte Apfelsorten. 70 an der Zahl. Sie alle konnten die Besucher des Apfeltages ausprobieren. In Originalform lagen sie in großen Körben bereit.

Außerdem gab es Apfelcrêpes und Apfelgelee. Mit einer Presse konnten Interessierte selbst Apfelsaft herstellen - ein Erlebnis, vor allem für die zahlreichen Kinder auf dem Apfeltag. Aber auch Erwachsene probierten den selbstgemachten Apfelsaft. Annemarie Jäger-Volk gefiel das Apfelpressen. Auch das weitere Programm rund um den Apfel war für die Besucherin sehr interessant. In ihrem heimischen Garten in Bredenbek wachsen auch alte Apfelsorten. Anhand der Äpfel, die in Eckernförde ausgestellt wurden, wollte sie versuchen, ihre eigene Apfelsorte zu bestimmen. Derweil hatte Michael Packschies Annemarie Claußens Apfel näher unter die Lupe genommen und festgestellt: Es handelt sich um einen Pfannkuchenapfel. "Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt", sagte sie erstaunt. Eckernförder Zeitung